Venenerkrankungen können zur sog. chronisch-venöse Insuffizienz (CVI) führen. Dies ist eine Erkrankung der Beinvenen, die mit venösen Abflussbehinderungen, Mikrozirkulationsstörungen und trophischen Veränderungen im Bereich der Unterschenkel und Füße einhergeht. Etwa 2-5% der Bevölkerung in westlichen Industrieländern sind davon betroffen. Die chronisch-venöse Insuffizienz entsteht durch einen erhöhten Druck in den Beinvenen. Das kann durch eine Fehlfunktion der Venenklappen und/oder mangelnden Gegendruck der Unterschenkelmuskulatur, d.h. nicht ausreichende Kompression durch die sog. Muskelpumpe und/oder Thrombosen der tiefen Beinvenen verursacht werden. Diese Veränderungen führen zu einem Teufelskreis, der zu einer weiteren Schädigung der Venen mit zunehmender Klappeninsuffizienz führt.

Auch direkt in der Oberhaut liegende, sichtbare netz- oder fächerförmige Venen, die sich als rot-bläuliche geschlängelte Gefäßstrukturen an den Beinen zeigen könne und Besenreiser genannt werden, können ein erster Hinweis auf eine Erkrankung des tiefer liegenden Venensystems sein. Deshalb sollte vor einer Behandlung immer das oberflächliche und das tiefe Venensystem mit untersucht werden, um eine Varikose (Krampfaderleiden), eine Leitveneninsuffizienz oder eine Chronisch-venöse Insuffizienz (CVI) auszuschließen. Neben genetischen Faktoren spielt die Lebensweise bei der Entstehung eine wesentliche Rolle. Auch bei der CVI gibt es eine Stadieneinteilung , wobei das entstehende Ödem im Stadium I noch reversibel ist, d.h. sich zurückbilden kann und auch die entsprechenden Hautveränderungen, z.B. eine Stauungsdermatitits können gut behandelt werden, während das Ödem in Stadium II bestehen bleibt und im Endstadium der CVI können auch Ulzerationen, das sog. „offene Bein“ (Ulcus cruris) entstehen, das sehr langwierige Behandlungen nach sich ziehen kann.

Die Diagnose wird anhand der typischen Symptome gestellt und sonographische Untersuchungen und ggf. bildgebende Diagnostik ergänzt. Zum Ausschluss einer akuten tiefen Beinvenenthrombose können außerdem noch laborchemische Untersuchungen durchgeführt werden. Nach Abschluss der Diagnostik wird dann ein individuelles Behandlungskonzept erstellt, bei dem auch eine Beratung zur Minimierung der Risikofaktoren erfolgt.

Auch bei der Behandlung der CVI kann eine Kompressionstherapie, die den Rückstrom des venösen Blutes durch Druck von außen fördert, notwendig. In der Regel werden dazu werden Kompressionsteile nach Maß verwendet.

Labordiagnostik

Phlebologie/Lymphologie

Lasertherapie

 

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