Unter einer Hyposensibilisierung versteht man eine spezifische Immuntherapie, mit der Überreaktionen des Immunsystems behandelt werden können. Sie wird daher auch oft „Allergieimpfung“ genannt. Aktuell ist die Hyposensibilisierung die einzige kausale Therapie bei Allergien, mit der die Ursache der Allergie, nämlich eine Überreaktion des Immunsystems, behandelt wird.

Durch die Gabe des verantwortlichen Allergens in aufsteigender Dosierung  soll es zu einer Gewöhnung an das Allergen kommen, um so die überschießende Reaktion des Immunsystems zu verhindern. Somit ist die Hyposensibilisierungstherapie eine antigen-spezifische Therapie bei IgE-vermittelten Typ-I-Allergien. Sie wird insbesondere durchgeführt bei allergischer Rhinitis (Heuschnupfen) und bei allergischen Asthma gegenüber verschiedenen saisonale Allergene wie Gräsern oder Bäumen. Auch bei einer Hausstaubmilbenallergie, bei Insektengiftallergien, aber auch bei Tierhaar- und Schimmelpilzallergien kann sie hilfreich sein. Es gibt verschiedene Therapieformen: Bei der Subkutanen Immuntherapie (SCIT) werden die Allergene in auf steigender Dosierung subkutan unter die Haut gespritzt. Nach Erreichen der Erhaltungsdosis wird die Behandlung in regelmäßigen Abständen (4–6 Wochen) fortgeführt, damit sich das Immunsystem an das Allergen gewöhnen und die Bildung von Antikörpern reguliert werden kann.

Die Behandlung sollte im Regelfall über drei Jahre andauern und bei uns in der Praxis unter Überwachung durchgeführt, d.h. auch nach der Injektion müssen Sie noch 30 Minuten verweilen, damit etwaige Reaktionen erfasst und ggf. behandelt werden können. Bei der Sublingualen Immuntherapie (SLIT) werden die Allergene über Tropfen oder Schmelztabletten eingenommen, die unter die Zunge (sublingual) geträufelt  bzw. gelegt werden. Von dort aus werdensie über die Mundschleimhaut aufgenommen.

Im Unterschied zur SCIT müssen die Allergene täglich genommen werden. Die Behandlungsdauer beträgt ähnlich, wie bei der subkutanen Therapie drei Jahre. Zu Anfang wird die Allergengabe innerhalb weniger Tage auf die Erhaltungsdosis gesteigert. Nach der ersten Einnahme unter ärztlicher Aufsicht, kann sie selbstständig zu Hause durchgeführt werden.

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